Wasserturm in der Wilmsstraße

Wasserturm der Kolonie Neu-Döberitz, Wilmsstraße
Baupolizeilich abgenommen am 17. September 1913
Bauhöhe 54,60 Meter
Fassungsvermögen des Wasserbehälters 600 Kubikmeter
Der Wasserturm in der Kolonie Neu-Döberitz (nicht zu verwechseln mit dem Wasserturm des Gardelagers in der Wilhelmstraße) diente der Wasserversorgung der 1903 gegründeten Villenkolonie und des angrenzenden Ortsgebietes.
1910 wurde mit dem Bau begonnen und 1913 erfolgte die Inbetriebnahme.
Der Sockel wurde aus Feldsteinen gemauert, der Aufbau aus Ziegelsteinen und ein Vorbau von ca. 16 qm bildete den Eingang. Das Kuppeldach war mit Kupferplatten gedeckt. Er stand in einer Parkanlage, die zum Spazierengehen und Verweilen einlud.
Der Wasserturm diente nur etwa 8 Jahre seinem eigentlichen Zweck, denn nach Bau des Staakener Wasserwerkes mit seinen leistungsstarken Pumpen (1913) wurden nach und nach die umliegenden Gemeinden an dieses Wassernetz angeschlossen, so auch Dallgow.
Der Turm war für Besucher zugänglich. Im Inneren befanden sich mehrere Abteilungen der Dallgower Heimatsammlung, außerdem konnte man ihn bis zur Aussichtsplattform besteigen. Das benachbarte Lokal in der Wilmsstraße trug den Namen "Zum Aussichtsturm" (später "Volkshaus", heute "Tanzschule Allround").
1939 wurde der Turm aufgrund seiner Nähe zum Flugplatz Staaken aus Gründen der Luftsicherheit bis auf etwa 6 Meter abgetragen.
Der Vorbau wurde abgerissen und der Eingang zugemauert.
